Schwarzarbeit: Viele "schwarze Friseur-Schafe" in 2018 aufgedeckt!

Traurige, erfolgreiche Bilanz: Im Rahmen des Bündnisses zur Bekämpfung der Schwarzarbeit von Bundesfinanzministerium (BMF), Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) und Ver.di wurden im vergangenen Jahr 1.508 Betriebe im Friseurhandwerk kontrolliert. Die Kontrollen sind somit gegenüber 2018 deutlich gestiegen, verkündet der ZV in einer heutigen Pressemitteilung. Somit kam es in 2018 zu 537 bereits abgeschlossenen Strafverfahren wegen Abgabenhinterziehung und Leistungsmissbrauch und insgesamt 375 abgeschlossenen Ordnungswidrigkeitsverfahren.

Schwarzarbeit: Viele

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Neben den noch nicht abgeschlossenen Strafverfahren sollen bereits Geldstrafen und -bußen in Höhe von rund 350.000 Euro verhängt worden sein. Die festgestellten Schadenssummen von fast 3 Mio. Euro, die zu entsprechenden Nachzahlungsverpflichtungen führen, sollen nachgelagerte Kontrollen der Rentenversicherungsträger und Finanzbehörden auslösen.

Exemplarisch sei die Schwerpunktprüfung in Sachen illegale Beschäftigung im Friseurhandwerk durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Karlsruhe zu nennen. Insgesamt wurden laut ZV dabei im Oktober 2018 unter Einsatz von 100 Beamten 187 Objekte geprüft und 474 Personen einer Befragung unterzogen. In 108 Fällen wurde Einsicht in die Geschäftsunterlagen genommen. Dabei wurden zwölf Verstöße gegen das Mindestlohngesetz aufgedeckt und drei Delikte von illegaler Ausländerbeschäftigung ermittelt. In zehn Fällen fand ein sogenannter Leistungsmissbrauch statt. Bei 45 Sachverhalten muss eine weitergehende Überprüfung zeigen, ob auch hier gegen Rechtsnormen verstoßen wurde.

Auch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Osnabrück konnte einen Sozialbetrüger gezielt überführen. 2.250 Euro Geldstrafe, so lautet das Urteil des Amtsgerichts Syke gegen einen faktischen Geschäftsführer aus der Friseurbranche wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 29 Fällen sowie Leistungsbetrugs.

Fazit: Lohndumping und Abgabenverkürzung lohnen sich nicht.





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