„In diesem Salon will ich arbeiten!“ Was begehrte Chefs besser machen

Es gibt sie: die Traumjobs bei Traumarbeitgebern zu Traumbedingungen. Ihr zweifelt? Wir nicht mehr! Denn was die riesige Mitarbeiterkrise für den Chef bedeutet, ist für den angestellten Friseur die mega-große Chance! Viele von euch können sich inzwischen aussuchen, an welchem Platz sie arbeiten möchten. Wo ihre Kreativität auf fruchtbaren Boden fällt und sie sich wirklich wohl fühlen! Wir haben Friseure gefragt, die mutig den Salon gewechselt, bei einem anderen Arbeitgeber den Neustart gewagt haben – und endlich sagen können: Ja, in diesem Salon will ich arbeiten!

Ich will! Ich kann! Ich werde! Wechseln!

Ich will! Ich kann! Ich werde! Wechseln! © Fotolia

Beatrix Wipfler-Moser gehört zu denen, die auf die Frage, ob sie ihren Traumjob gefunden hat, voller Energie „Ja, total, total, total!“ ruft. Vor wenigen Monaten hat sie nach 15 Jahren im Salon ihrer Schwiegermutter ihren Job gewechselt und im Team von Intercoiffure Silvia Rausch in Waldshut angedockt.

Beatrix (rechts) mit Chefin Silvia Rausch

Nachgefragt!

Beatrix, erzähl mal: wo warst du vor Deinem Wechsel zu Silvia Rausch unterwegs?

Beatrix: Ich war in einem typischen Dorfsalon tätig, der meiner Schwiegermutter gehörte. Dort habe ich vor 15 Jahren in Teilzeit angefangen, als meine Kinder noch sehr klein waren. Damals war das völlig in Ordnung und zudem sehr praktisch, weil ich flexibel war. Aber ich hatte in den letzten Jahren immer mehr gespürt, dass mir mein Job keinen Spaß mehr machte: immer nur waschen und schneiden im Akkord. Für Frauen wurden 40 Minuten eingeplant, für Männer 15 Minuten. Da blieb überhaupt keine Zeit für eine professionelle Beratung. Es war in jeder Hinsicht alles „wie immer“.

 

Du warst sogar kurz davor, den Friseurberuf ganz an den Nagel zu hängen...

Beatrix: Ja, das stimmt. Ich hatte sogar darüber nachgedacht, ob ich nicht eine völlig andere, ganz neue Ausbildung machen sollte. Zum Glück hat mein Mann mir zu diesem Zeitpunkt einen tollen Tipp gegeben. Er riet mir, mal eine Pro- und Contra-Liste zu meinem Job zu machen. Dabei kam sehr schnell heraus, dass es nicht der Beruf selbst war, der meine Motivation schwinden ließ. Es waren das Umfeld, das immer gleiche Arbeiten und dieses sich Drehen im Kreis...

 

Was war dein Fazit?

Beatrix: Als ich entdeckte, dass mich als Friseurin immer noch totale Leidenschaft erfüllte, erinnerte ich mich an einen Zeitungsausschnitt an meiner Pinnwand, der dort seit 6 Jahren hing. Es war ein Artikel über Silvia Rausch und ihren Salon in Waldshut. Ich hatte ihn irgendwann mal ausgeschnitten, weil mich Frau Rausch als Friseurunternehmerin mit ihrer Energie und ihrem Erfolg total faszinierte und ich bereits damals dachte, dass ich in einem solchen Salon gern mal arbeiten würde...

 

Wie wurde der Traum zur Realität?

Beatrix: Es kamen einige Fügungen zusammen. Meine Schwiegermutter ging in den Ruhestand und gab ihren Salon auf. Ich hatte bis dahin Skrupel, sie allein zu lassen, aber nun war ich ja frei in meiner Entscheidung. Also tauchte die Frage nach dem „Und jetzt?“ auf. Zudem hatte ich ein Inserat von Intercoiffure Silvia Rausch gesehen, in dem sie Mitarbeiter suchte. Aber ich war voller Zweifel, ob ich nach 15 Jahren Dorf diesen hohen Ansprüchen an die Qualität der Dienstleistung genügen würde. Also verwarf ich die Idee wieder. Dies wiederum rief meinen Mann erneut auf den Plan (lacht). Er sagte: „Du wolltest doch sowieso mal wieder zum Friseur. Mach in dem Salon mal einen Termin und schau ihn dir zumindest an.“ Gesagt, getan. Während meines Besuchs bei Frau Rausch kamen wir ins Gespräch und ich fragte, ob ihr Inserat noch aktuell wäre. Sie bejahte das und ich erzählte ihr von meinen beruflichen Plänen.

 

Heute bist du Teil des Teams von Silvia Rausch. Hat sich der Schritt gelohnt?

Beatrix: Ja, total. Total. Total. Es ist mega hier. Ein wirklicher Traumjob! In diesem Salon arbeiten wir im Premiumbereich. Es gibt z.B. professionelle Farbberatungen und sehr anspruchsvolle Farbtechniken, für die Kundinnen mitunter 3-4 Stunden im Salon sitzen. Wir nehmen uns Zeit für jede einzelne Dienstleistung, und die Kundin wird verwöhnt. Von der Begrüßung bis zum Abschied. Es gibt hier kein „wie immer“. Das ist sehr anspruchsvoll, aber unglaublich erfüllend. Natürlich fordert mich dieses hohe Arbeits-Level auch sehr und es gibt viel Neues für mich zu lernen und Vieles, was ich so noch nicht kannte. Aber Silvia Rausch ist sehr geduldig und ich kann immer nachfragen, wenn etwas unklar ist. Für mich ist es auch sehr schön zu sehen, dass doch recht viele meiner Kundinnen aus dem ehemaligen Salon mitgekommen sind, was bei einer Fahrzeit von rund 40 Minuten nicht selbstverständlich ist. Bei allem Neuen zeigt mir das, dass ich in den vergangenen 15 Jahren vielleicht doch Einiges mit Instinkt und Können richtig gemacht habe.

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