Nachgefragt: Wie ist die neue Friseur-Uni wirklich?

Auf zur Uni! Anfang Mai starteten zwölf beauty-affine Studenten mit ihrem Studium zum Bachelor of Arts Business Administration (B.A.) mit Schwerpunkt Beauty-Management. Als Medienpartner des Zentralverbands begleiten FMFM.de und FRISEURWELT in Kooperation die Teilnehmer des neuen Studiengangs. Den Startschuss zur Serie macht Friseurmeisterin Julia Goray, die im Interview über ihre Motivation, die ersten Erfahrungen und ihre Zukunftschancen spricht.

Mit Vollgas Richtung Zukunft! Die neuen Studenten

Mit Vollgas Richtung Zukunft! Die neuen Studenten © Privat

Auf zur Uni! Anfang Mai starteten zwölf beauty-affine Studenten mit ihrem Studium zum Bachelor of Arts Business Administration (B.A.) mit Schwerpunkt Beauty-Management. Als Medienpartner des Zentralverbands begleiten FMFM.de und FRISEURWELT in Kooperation die Teilnehmer des neuen Studiengangs. Den Startschuss zur Serie macht Friseurmeisterin Julia Goray, die im Interview über ihre Motivation, die ersten Erfahrungen und Zukunftschancen spricht.

Ein Spaziergang ist das Studium sicher nicht, dauert es doch drei Jahre, und nebenbei wird in der Regel im Salon gearbeitet. Doch für eine gesicherte berufliche Zukunft mit sehr guten Karrierechancen sind viele bereit, für diese Zeit auf einen großen Teil ihrer Freizeit zu verzichten. So auch Julia Goray aus Koblenz.

Frau Goray, Sie haben Anfang Mai mit dem Studium zum Bachelor of Arts Business Administration begonnen. Welche Schul- bzw. Berufs­ausbildung haben Sie vorher absolviert?

JULIA GORAY: Ich habe 1994 in Koblenz meine Ausbildung zur Friseurin begonnen und nach zweieinhalb Jahren erfolgreich abgeschlossen. Nach langer Berufstätigkeit, vielen Schulungen und Weiterbildungen entschied ich mich für den Meisterkurs in Vollzeit, den ich als Jahrgangsbeste abgeschlossen habe.

Aus welchen Gründen haben Sie sich für das Studium entschieden?

Es gab viele Gründe für das berufsbegleitende Studium. Zum einen neue Möglichkeiten, sich im Beruf weiterzuentwickeln, das erste Mal im Friseurhandwerk studieren zu können. Einen akademischen Grad zu erreichen, war schon immer mein Wunsch und Ziel, das wurde jetzt möglich. Den besonderen Reiz stellt die persönliche Herausforderung dar. Meine Motivation ist es auch, den eigenen Horizont zu erweitern, neues Wissen und neue Perspektiven zu erlangen.

 

Für wen ist der Studiengang Ihrer Einschätzung nach geeignet?

Der Studiengang ist für jeden geeignet, der Abitur oder die Meisterprüfung hat, mit, aber auch ohne Berufserfahrung. Für alle, die sich beruflich und persönlich verändern wollen, die bereit sind, neue Wege zu gehen, sich neue Ziele im Leben zu setzen und die Friseurbranche ein wenig zu verändern. Für alle, die schon selbstständig sind, und für die, die es noch werden wollen.

 

Sie haben ja nun erste Schritte gemacht – welche Eindrücke haben Sie bis jetzt?

Der erste Eindruck ist, dass es eine der besten Formen der Weiterbildung, besonders der Erwachsenenbildung ist. Das Präsenzstudium ermöglicht den besten Transfer zwischen Theorie und Praxis. Management ist eine spezielle Form der Unternehmensführung, es werden tiefere Einblicke in die Materie ermöglicht als in der Meisterschule, denn dort werden die Themen nicht so intensiv behandelt wie hier.

Wie gestaltet sich der Unterricht zeitlich?

Für die Umsetzung des Studiums ist ein persönliches Zeitmanagement notwendig, denn das Lernen muss wieder gelernt werden. Man muss in der Freizeit Prioritäten setzen, es erfordert schon ein wenig Zeitaufwand, der aber zu bewältigen ist. Dieser gestaltet sich natürlich bei jedem anders, berufliche und persönliche Faktoren spielen eine große Rolle, aber auch der Anspruch an sich selbst und wie ernst man die Hausaufgaben nimmt.

 

Wie verstehen Sie sich mit den Kollegen im Kurs, trifft man sich auch mal privat zum Austausch?

Die Gemeinschaft und das gegenseitige Verständnis im Kurs sind ganz ganz toll, denn alle sind vom Studium begeistert und unterstützen sich gegenseitig. Es ist eine unterschiedlich stark gemischte Gruppe, was das Alter, aber auch die Berufserfahrung betrifft. Die Teilnehmer ergänzen sich und können von einander profitieren und lernen. Da sie aus ganz Deutschland kommen, sind private Treffen und Austausch nur bedingt möglich, aber wir telefonieren und kommunizieren über soziale Medien. #

 

Welcher Karriereweg schwebt Ihnen nach dem Abschluss vor?

Der berufliche Karriereweg ist am Anfang des Studiums noch nicht festgelegt, ich denke, im Laufe der nächsten drei Jahre wird sich die eine oder andere Möglichkeit ergeben. Im Managementbereich sind viele berufliche Möglichkeiten gegeben. Nicht nur in Deutschland, sondern auch international ist man mit dem Studium Beauty Management gut aufgestellt. Die Friseur- und Kosmetikbranche erlebt im Moment einen Wandel, in diesen Bereichen ist es notwendig, über gute und spezifische Qualifikation zu verfügen. Sei es später der Weg in die Selbstständigkeit, Führungsaufgaben in Unternehmen, eine Tätigkeit als Coach, Trainer, Ausbilder oder Berater... In der Zukunft stehen viele Türen offen!

 

Frau Goray, vielen Dank für diese interessanten Einblicke!

Interview: Heidi Stolz

 

Dein Interesse ist geweckt? Im Mai 2019 beginnt der neue Durchlauf des Studiengangs Beauty-Management. Bei den Kooperationspartnern bekommst Du detaillierte Informationen rund ums Studium:

Handwerkskammer Koblenz, Sieglinde Straeten Tel. (02 61) 39 83 21, sieglinde.straeten@hwk-koblenz.de

Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks Laura Meschede-Pütz, Tel. (02 21) 97 30 37-0, info@friseurhandwerk.de

Steinbeis Business Academy (SBA) Niklas Herrmann, Tel. (0 72 25) 6 86 98-47, niklas.herrmann@shb-sba.de

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