„Nach 50 Jahren muss auch mal Schluss sein!“

Unfassbare 50 Sonderseminare gehen auf sein Konto. Ein halbes Jahrhundert lang versorgte Manfred Schmock seine Kolleginnen und Kollegen mit hochkarätigem Fachwissen und ganz vielen Emotionen. Jetzt hört er auf und übergibt sein längst erwachsen gewordenes „Baby“ vertrauensvoll in die Hände seines langjährigen Partners Jürgen Freudenstein, der das Sonderseminar ab 2019 mit einem neuen Team und Konzept weiterführen wird.

„Nach 50 Jahren muss auch mal Schluss sein!“

© AWAKENbeauty

„50 ist eine Zahl, die schwer zu toppen ist. Ich möchte kein lebendiges Fossil sein, sondern aufhören, solange sich die Leute noch gerne an mich erinnern“, sagt Manfred Schmock am Rande des 50. Sonderseminars in Berlin. Der Friseurmeister aus dem fränkischen Obernburg, dessen Name unauslöschbar mit Wella in Verbindung steht, blickt auf eine jahrzehntelange erfolgreiche Karriere zurück.

Allrounder

Die Friseurbranche ist seit jeher eine Herzensangelegenheit für Schmock. Auf das Miteinander hat er in seinen zahlreichen Funktionen und Aufgaben in- und außerhalb von Wella immer besonders wert gelegt. Ob das Sonderseminar, die Aus- und Weiterbildung und Eventorganisation, der eigene Salon oder die genialen Marketing-Ideen wie z. B. der legendäre Barbie-Frisuren-Wettbewerb – eine Veranstaltung, die ein Jahr später von Wella als Werbeaktion und unter der Schirmherrschaft von Christiane Herzog, der Frau des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, in den Friseursalons in Deutschland mit viel PR-Resonanz durchgeführt wurde. Viele Erfolgskonzepte, die in der Friseurbranche Furore gemacht haben, gehen auf das Konto von Manfred Schmock, dem bereits die Karl-Nessler-Medaille sowie die Goldene Ehrennadel des ZDF verliehen wurde. Seine "harte, aber herzliche" Wissensvermittlung haben im Laufe der Jahrzehnte bis heute Tausende Friseure nachhaltig geprägt.

Manfred und Monika Schmock
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Jüngster Meister in Bayern

Dabei wurde Manfred Schmock nach seinen eigenen Worten „aus der Not heraus“ Friseur. Denn Schmock stammt aus der ehemaligen DDR und nach der Flucht in die BRD war ein Abitur zur damaligen Zeit nicht möglich. So war naheliegend, den Beruf der Mutter, die inzwischen einen eigenen Salon hatte, zu ergreifen. Nach der Ausbildungszeit, einigen beruflichen Stationen und der Ablegung der Meisterprüfung als jüngster Bayerischer Meister war das Ziel, bei einer großen Firma zu arbeiten, greifbar nahe. Schnell stieg er als fachlicher Mitarbeiter bei Wella ein, war in einem Bully von Nord nach Süd unterwegs, um nonstop Seminare zu halten und später dann Tourneen mit den großen Stars und Akteuren der Branche zu organisieren. Als Leiter des Fachservices zeichnete Schmock für die Wella-Studios verantwortlich und war von nun an auch international unterwegs. Um den Bezug zur Salonpraxis nicht zu verlieren, eröffnete er schließlich zusätzlich zu seiner Tätigkeit bei Wella seinen eigenen Salon und beschäftigte mit der tatkräftigen Unterstützung seiner Frau Monika in Spitzenzeiten immerhin bis zu 15 Mitarbeiter.

Emotionale Bindungen

Das Sonderseminar, vor genau 50 Jahren von Manfred Schmock initiiert, war dem leidenschaftlichen Friseur und Marketing-Experten stets ein persönliches Anliegen. Mit Top-Referenten und den jeweils aktuellen Branchenthemen schaffte er es, eine treue Friseur-Community zu generieren, die sich jedes Jahr so aufeinander freut, dass sie sich bei der Begrüßung sogar um den Hals fällt. „Da sind über den fachlichen Inhalt hinaus im Laufe der Jahrzehnte so viele emotionale Bindungen entstanden, das ist einzigartig“, freut sich Manfred Schmock, der beim 50. Sonderseminar kürzlich in Berlin seinen Rückzug ankündigte.

Das neue Sonderseminar-Team: Jürgen Freudenstein (Mitte) mit Dirk Teß und Tanja Meuthen Copertino
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Niemals geht man so ganz...

Und was kommt jetzt? Manfred Schmock möchte mehr Zeit fürs Privatleben haben, aber einen kompletten Abschied aus seiner geliebten Friseurbranche wird es nicht geben. Freitags und samstags arbeitet er nach wie vor in Stuhlmiete in einem Salon und kann es auch nicht lassen, sich weiterhin mit der Entwicklung neuer innovativer Produkte für den Friseurmarkt zu beschäftigen. Doch auch sein Steckenpferd, das Event-Management, wird ihn nicht so ganz loslassen, brauen sich in seinem kreativen Kopf doch schon wieder Ideen zusammen. Außerdem ist er als Stadtrat kommunalpolitisch engagiert. In seiner Stadt hat er als Vorsitzender des Gewerbevereins auch die "Käferplage" initiiert, eine jährlich stattfindende Veranstaltung, die sehr viel Resonanz gebracht hat und bringt. 

Dem neuen Sonderseminar-Team, bestehend aus Jürgen Freudenstein, Dirk Teß und Tanja Meuthen Copertino, bleibt Manfred Schmock emotional verbunden und wünscht ihm für die Fortführung seines „Babys“ viel Erfolg.

FMFM dankt Manfred Schmock für seine vielen Inspirationen für die Friseurbranche und wünscht ihm für seinen „Unruhestand“ alles Gute und viel Gesundheit!





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