fmfm Friseur des Monats: Claus Niedermaier

In der Friseurszene ist Claus Niedermaier bekannt wie ein bunter Hund. Und das im besten Sinne! Denn parallel zu seinem Salonbusiness in Biberach, seinen Aktivitäten bei Filmfesten, Events und Shows hat er ausgerechnet in seinem 40. Berufsjahr ein weiteres friseuriges „Baby“ in die Welt gesetzt: die Barber Angels Brotherhood. Seit der Gründung des Charity-Clubs vor rund einem Jahr steht sein Leben Kopf: Quer durch Deutschland touren er und seine Mitstreiter, um Obdachlosen mit Kamm, Schere und Razor „ihr Gesicht wiederzugeben“. Und das zum Glück nicht nur in der Weihnachtszeit. Figaro Claus ist ganzjährig ein Mann der Tat – und passend für Dezember unser „Santa Claus“ des Monats!

Claus beim BAB-Einsatz in Hamburg

Claus beim BAB-Einsatz in Hamburg © Klaus Becker

Ich bin Friseur geworden, weil…

... mir der Friseurberuf von Vater und Mutter in die Wiege gelegt wurde. Da sie einen großen Salon hatten, lag es auf der Hand, den Friseurberuf zu ergreifen und dann auch den Salon fortzuführen.

 

Darüber habe ich mich in diesem Jahr bisher am meisten gefreut…

... dass ich mit meinem Handwerk Gutes tun kann und bedürftigen Menschen, die es sich niemals leisten könnten, durch unsere Arbeit etwas mehr Würde und Selbstvertrauen schenken zu dürfen. Und ihnen das Gefühl geben zu können, einfach mal Mensch zu sein!

 

Die Barber Angels Brotherhood ist für mich…

... mein Baby! Branchen-übergreifend, überregional, international, viele Mitglieder, Brotherhood, gemeinsamer Gedanke, Ziel, Stolz... 

 

Es lohnt sich, Friseur zu werden, weil…

... man nie den ganzen Tag nur hinter einem Schreibtisch sitzt. Manch weniger kreative Menschen werden nie erleben können, was es bedeutet, stolz auf seine sichtbare Arbeit und sein Handwerk zu sein.

 

Meine Mitarbeiter motiviere ich mit…

... Schulungen und auch dem Vorleben der eigenen Philosophie und des Salongedankens.

 

Die allgemeine Ausbildungssituation im Friseurhandwerk finde ich…

... in der letzten Zeit jämmerlich. Wenn unser Image in der Gesellschaft so bleibt, sehe ich schwarz! Ein eingetragener Meisterbetrieb sollte in der Lage sein, seine Auszubildenden selbst zu schulen und zu fördern und es nicht nur der ÜBA und der Berufsschule überlassen! Ein Azubi ist keine billige Putzfrau/-mann! Sie/Er ist verdammt nochmal unsere Zukunft!

 

Facebook und Instagram bedeuten für meinen Erfolg…

Wenn gepflegt, ist es die beste gezielte Werbung überhaupt. Vergesst Gelbe Seiten, Zeitungsanzeigen-Leichen und Telefonbucheinträge! Danach schaut keiner mehr und es kostet nur viel Geld. Besser das Budget in soziale Medien investieren!

 

Das müsste die Friseurindustrie noch erfinden…

... einen Akku-Föhn.

 

Ein Tag war für mich erfolgreich, wenn…

... mein Team sich am Abend voneinander verabschiedet, wir uns die Hand reichen, einander einen schönen Abend wünschen und uns für den gemeinsamen Tag bedanken.

 

Für unsere Branche wünsche ich mir…

... klare Strukturen in der Einkommens- und Mehrwertsteuer (Freibetrag) und eine Zollbehörde, die es ernst meint.

 

Wenn ich nicht Friseur geworden wäre, dann wäre ich heute…

... Arzt, da ich schon immer Menschen helfen wollte.

Klaus Becker





To Top